Das Studentenleben in den Niederlanden ist etwas teurer als in Deutschland. Der DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) geht von etwa 800,- € bis 1000,- € pro Semester an Gesamtkosten für ein Studium in den Niederlanden, inklusive Wohnungsmiete aus. Du darfst auch die Kosten für die Anschaffung der Bücher nicht vergessen. Aber es gibt auch viele Möglichkeiten zur Finanzierung deiner Studiengebühren und anderer Kosten.
Wie hoch werden deine Studiengebühren ausfallen?
Der Studiengebühren Rechner ermittelt, welche Studiengebühren für dich anfallen, wenn du ein (neue) Bachelor- oder Masterstudium an der HAN beginnst. Bitte beantworte die Fragen jeweils gemäß deiner Situation. Beachte, dass hier nur die Studiengebühren aufgeführt werden, der zusätzliche Studienbeitrag für bestimmte Studiengänge und weitere Kosten werden nicht in die Rechnung einbezogen.

Bezahlung der Studiengebühren
Die Zahlung der Studiengebühren erfolgt durch eine einmalige Einzugsermächtigung zu Beginn deines Studiums. Du bekommst dann jährlich im Juni (Start September) oder im November (Start Februar) eine Lastschrift für das Abbuchen der Studiengebühren für das jeweilige Studienjahr. Dazu musst du ein niederländisches Konto besitzen. Der Betrag kann mit einmal oder in 10 Raten bezahlt werden.
Für Studenten aus Deutschland mit einem deutschen Konto ist es auch möglich, die Studiengebühren mit einer Studiengebühren-Zahlungsverpflichtung in 5 Raten selbst auf das HAN-Konto zu überweisen.
Regelung für Langzeitstudierende
Am 5. Juli 2011 wurde der Gesetzentwurf für die „Erhöhung der Studiengebühren für Langzeitstudierende“ durch die erste Kammer des niederländischen Parlaments angenommen. Das Gesetz ist offiziell am 1. September 2011 in Kraft getreten. Die Erhöhung der Studiengebühren wird für Studierende im Studienjahr 2012-2013 spürbar sein.
Wenn du mehr über dieses Gesetz erfahren willst, schaue in den Informationsbrief(pdf) auf www.han.nl/studiengebuhren.
Achtung! Zusätzlicher Studienbeitrag
Für die deutschsprachigen, berufsbegleitenden Studiengänge Sozialpädagogik und Kulturelle Sozialpädagogik gilt neben den Studiengebühren ein zusätzlicher Studienbeitrag von 400,- €.
Finanzierung durch einen Studienkredit
In den Niederlanden gibt es zur Finanzierung deines Studiums auch so etwas wie das Deutsche BAfÖG. Der Studienkredit ist auch für Staatsbürger der EU verfügbar. Es wird monatlich ausgezahlt, auch in den Ferien, und es muss jährlich neu beantragt werden. Das Geld wird von der so genannten "DUO" (Dienst Uitvoering Onderwijs) ausgezahlt.
Es gibt auch ein englisches Antragsformular sowie ein deutsches Formular, aber das muss über das Internet angefordert werden. Um den sogenannte Collegegeldkredit erhalten zu können, braucht man ein niederländisches Bankkonto und muss jünger als 30 Jahre sein.
Neues BAfÖG-Gesetz zur Finanzierung des Auslandsstudiums
Konnte während eines Auslandsstudiums bisher nur unter bestimmten Bedingungen das deutsche BAföG bezogen werden, so hat sich dies geändert. BAföG kann man nun während des gesamten Auslandsstudiums beziehen, unabhängig davon, wo man wohnt. Zudem sieht das BAföG die Erstattung der Studiengebühren für maximal ein Studienjahr vor.
Mehr hierzu findest du auf der Webseite Studieren-in-Holland
Studienfinanzierung durch Arbeiten in den Niederlanden
Alle Einwohner der Niederlande besitzen eine sogenannte Burgerservicenummer (BSN, die frühere Sofinummer). Diese BSN braucht man, wenn man in den Niederlanden arbeiten will. Du wirst zur Identifikation bei mehreren niederländischen Instanzen, vor allem aber beim niederländischen Finanzamt gebraucht. Personen mit einer ausländischen Nationalität müssen eine BSN beantragen, um arbeiten zu können.
Wenn man als EU-Bürger eine Wohnung in den Niederlanden anmeldet, erhält man automatisch seine BSN.
Ansonsten kann ein Antrag für eine BSN-Nummer auf der Webseite vom Belastingsdienst (Finanzamt) gestellt oder unter der Telefonnummer +31 555 38 53 85 angefordert werden.
Mehr Informationen zum Arbeiten in den Niederlanden erhältst du auf den Webseiten von Nuffic und vom Grensinfopunt.
Quelle: Studieren-in-Holland, DAAD