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HAN Bachelor Studiengänge
Bildung und Erziehung

Der Aufbau des Studiums

Viele Studenten entdecken erst während der Ausbildung, in welchem Gebiet ihre Talente am besten zur Geltung kommen. Viele künftige Studenten haben schon bei Projekten und im Arbeitsalltag Wissen und Erfahrungen gesammelt. Je nach Vorkenntnissen, Interessen und Bedarf gibt es viele Möglichkeiten, das Studium zu beschleunigen, zu erweitern oder zu vertiefen.

Die Studiengänge im Fachbereich Pädagogik bilden für ein Berufsfeld mit einigen verwandten Berufsaufgaben aus. So kannst du während des Studiums einfach Kurse unterschiedlicher Studiengänge deiner Fakultät besuchen.

Das Bachelor-Master-System

Die europäischen Kultus- und Wissenschaftsminister haben vereinbart, die Vergleichbarkeit der Ausbildungen im Fachhochschulbereich zu verbessern. Darum gibt es in ganz Europa ein Unterrichtssystem mit der Bezeichnung Bachelor-Master-System. Der Vorteil besteht darin, dass du nach Beendigung des Fachhochschulstudiums ungefähr die gleichen Qualifikationen besitzt wie jemand, der dieses Diplom in England oder Deutschland erworben hat.

Studienpunkte: European Credits

Gleichzeitig mit der Einführung der Bachelor-Master-Struktur wurde 2002 auch ein neues Studienpunktsystem eingeführt. In ganz Europa werden die Studienpunkte auf dieselbe Weise bewertet. Ein Studienpunkt (auch Credits oder EC genannt) steht für ungefähr 28 Studienstunden. Jedes Jahr kannst du 60 Studienpunkte erzielen.

Das Studium beschleunigen: mehr Studienpunkte in einer kürzeren Zeit
Wenn du gleichzeitig mehrere Programme durchläufst, kannst du mehr Studienpunkte holen. Für das gesamte Fachhochschul-Bachelorstudium musst du insgesamt mindestens 240 Studienpunkte vorweisen. Die Studienpunkte bekommst du, indem du in einer Prüfung deine Kompetenzen zeigst.

Intensive Betreuung

Die HAN gewährt dir bei der Gestaltung des Bachelorstudiums Raum für deine Wünsche. Du kannst für einen beträchtlichen Teil selbst angeben, wie du das Studium durchlaufen möchtest und in welche Richtung du dich entwickeln möchtest. Du wirst dabei intensiv von einem Studienbetreuer begleitet. Sie/er berät dich zu Deinen Studienfortschritten, zur Studienplanung, zur Auswahl Deines Minors und bereitet dich auf die halbjährliche Prüfung vor. Bei der Betreuung geht es zum Beispiel um folgende Fragen:

  • Wie verläuft das Studium?
  • Welche Hauptstudienrichtung möchtest du wählen und was möchtest du nach dem Studium tun?

Kompetenzen und Berufsaufgaben

Was ist eine Kompetenz?
Wie effektiv du nach Abschluss des Studiums arbeitest, wird von der Summe Deiner Kenntnisse, (Berufs-)Fähigkeiten und deinem persönlichen Einsatz für deine Professionalität bestimmt. Die HAN nennt dies: deine Kompetenzen. Du lernst sie nicht nur aus Büchern, sondern du musst sie vor allem entwickeln. Du musst nicht nur über Wissen verfügen, sondern dieses Wissen auch vermitteln können. Kompetenzen spielen beim Studium an unserer Fachhochschule eine wichtige Rolle.

Aufgaben bei der Ausübung Deines Berufs: Berufsaufgaben
Das Berufsfeld bestimmt gemeinsam mit der HAN, über welche Kenntnisse die Studienabsolventen verfügen müssen. Daher liegt bei den Lehrerstudiengängen der Akzent auf den Aufgaben, die du in deinem späteren Beruf ausüben können müsst (Berufsaufgaben). Das Studium bei der HAN ist daher praxisorientiert. Natürlich besuchst du Vorlesungen, aber du arbeitest auch - häufig mit anderen Studenten - an Projekten. Das Ergebnis dieser Projekte zeigt, ob du die Kompetenzen beherrschst, die du zur Ausübung der Berufsaufgaben brauchst.

Persönlicher Entwicklungsplan (PEP)

Wie (schnell) möchtest Du das Studium durchlaufen?
Wenn du an der HAN studierst, bestimmst du Deinen eigenen Studienablauf. Dies tust du anhand deines Persönlichen Entwicklungs-Plans, dem PEP. Er enthält außer deinen Lernzielen auch die Kompetenzen, die du entwickeln möchtest. Du beginnst mit dem Zusammenstellen Deines PEP während des ersten Halbjahres. Natürlich schreibst du den PEP nicht alleine, sondern zusammen mit deinem Studienbetreuer.

Bestimmte Studieneinheiten sind obligatorisch

Anhand des PEP werden die optimalen Studieneinheiten aus dem Studienkatalog gewählt. Dies können natürlich die Studieneinheiten sein, die zu deinem Major gehören, aber du kannst - je nach persönlichen Ambitionen - auch einen Teil eines anderen Majors wählen oder sogar an einer anderen Hochschule studieren. Diese Vereinbarungen werden im Studienvertrag für das kommende Halbjahr festgelegt. Anschließend meldest du dich digital für die einzelnen Studieneinheiten und Prüfungen an. Auf den Studienvertrag kannst du online über dein eigenes Konto zugreifen.

Studienplan und Ausbildungskatalog

Ausbildungskatalog: die Liste der Studieneinheiten
Gemeinsam mit dem Studienbetreuer bestimmst du den Studienplan, um die erforderlichen Kompetenzen zu erzielen. Zu Beginn des Studiums wird er vor allem aus Vorlesungen und Seminaren bestehen. Wie du jeweils dein Studium zusammenstellen kannst, wird im Studienkatalog beschrieben. Diesen Katalog kannst du als Student über das Internet abrufen. In einer späteren Phase deines Studiums kannst du selbst Ideen vorschlagen, wie du deine Kompetenzen weiterentwickeln kannst.

Digitales Portfolio

Dein eigener Internetauftritt
Während des Studiums verwaltest du selbst ein (digitales) Portfolio. Das Portfolio ist ein wichtiges Betreuungs- und Beurteilungsinstrument. Im Portfolio sammelst du deine Produkte wie Berichte, Seminararbeiten und Prüfungsergebnisse, die du zum Erzielen von Studienpunkten verwenden kannst. Wir teilen das Portfolio in fünf Kategorien ein, die jeweils eine eigene Funktion haben.

  1. Allgemeiner Teil (Autobiographie, Lebenslauf, Studienergebnisse)
  2. Archiv (alle Informationen / Dokumente, die es wert sind, aufgehoben zu werden)
  3. Entwicklungsteil (Material darüber, wie du an deiner Entwicklung arbeitest und Stärken-Schwächen-Analysen)
  4. Präsentationsteil (Dokumente, die die Beherrschung von Kompetenzen beweisen)
  5. Persönliches Arbeitskonzept (Deine persönliche Sicht auf guten Unterricht).

Außer Deinem Lebenslauf ist auch der PEP im Portfolio enthalten. Das Portfolio ist also eine Sammlung von Dokumenten, die gegenüber dem Prüfer nachweisen, welche Kompetenzstufe du erreicht hast. Du zeigst so, wie du an deinen Kompetenzen arbeitest, wie du auf deine Arbeit zurückblickst und wie du über deine spätere Laufbahn denkst.

Beurteilung/Prüfung

Du musst auch zeigen, was du kannst
Zweimal jährlich hast du die Möglichkeit, Studienpunkte für deine Beweisstücke zu erhalten. Als Beweisstücke gelten zum Beispiel ein Bericht, eine Seminararbeit, ein Referat oder ein Film auf einer DVD. Wenn du nach einem halben Jahr ausreichende Beweise in deinem Portfolio gesammelt hast, kannst du eine Beurteilung (Prüfung) beantragen.

Die Beurteilung

Die Prüfer beurteilen dann die Qualität des von Dir gelieferten Materials. Sie besprechen mit dir, ob die Beweise für eine bestimmte Anzahl Studienpunkte ausreichen. Vielleicht musst du noch ergänzendes Beweismaterial besorgen oder sofort eine Berufssituation beurteilen lassen. Nach der Beurteilung besprichst du mit deinem Studienbetreuer das Ergebnis des letzten Halbjahres, und ob es deinen Erwartungen entsprochen hat. Anschließend stellt ihr gemeinsam einen neuen PEP und einen neuen Studienvertrag zusammen.

Studiendauer

Wie lange dein Studium dauert, hast du selbst in der Hand. Wenn du während eines früheren Studiums bzw. durch Arbeitserfahrung bereits bestimmte Kompetenzen erworben hast (anderweitig erworbene Kompetenzen) und diese in einer Beurteilung nachweisen kannst, kannst du Deine Studiendauer verkürzen. Möglicherweise erwirbst du auch während der Semesterferien im Zuge einer Jobs Kompetenzen, die für dein Berufsziel relevant sind und aufgrund derer du Studienpunkte erhalten kannst.

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